Zeitarbeit - Vor- und Nachteile für den Angestellten

In den letzten Jahren sind - vor allem für Berufseinsteiger - unbefristete Arbeitsstellen direkt nach dem Berufseinstieg sehr selten geworden. Immer mehr Unternehmen bieten stattdessen nur Stellen an, die auf ein halbes oder ein ganzes Jahr befristet und daher deutlich unsicherer sind.

Stattdessen rückte eine andere Beschäftigungsform in den Fokus: Die Zeitarbeit. Dieses Phänomen war eigentlich eine Erscheinung der 90er Jahre sowie der frühen 2000er: In wirtschaftlichen Boom-Zeiten brauchten die Firmen kurzfristig viele Arbeitskräfte, damit die Aufträge bedient werden konnten. War die Auftragslage wieder abgeflaut, wurden die Leiharbeiter nicht mehr benötigt und sahen sich nach anderen Stellen um. Doch wie funktioniert das Modell der zeitlich begrenzten Arbeit eigentlich und welche Vorteile bietet es für den Arbeitnehmer? Erfahrene Unternehmen im Bereich der Vermittlung von Zeitarbeit wie die hsi personaldienste bieten detaillierte Informationen.

Wie funktioniert Zeitarbeit? 

Diese Art der Beschäftigung ist laut Definition die Überlassung von Arbeitnehmern einer Zeitarbeitsfirma an eine andere Firma, diese zahlt dafür eine gewisse Gebühr an die Leihfirma sowie das Gehalt der Zeitarbeiter.  Die Leiharbeiter sind bei der Zeitarbeitsfirma festangestellt, arbeiten jedoch in der Realität bei wechselnden Unternehmen, je nachdem wo der Bedarf besonders groß ist. Im Voraus wird ein Vertrag über eine bestimmte Zeit beschlossen, in der die Leiharbeiter in der externen Firma arbeiten. Nach Ablauf dieser Zeit ist ihre Tätigkeit dort beendet. 

Die Vorteile von Zeitarbeit? 

Für den Arbeitnehmer bedeutet diese Form der Anstellung natürlich eine möglicherweise befristete Anstellung, jedoch bieten sich auch folgende Vorteile:  Die Aufgabengebiete wechseln stetig, da die Unternehmen nie über längere Zeit die Leiharbeiter beschäftigen. Dadurch können verschiedene Berufsfelder kennengelernt und breitgefächerte Erfahrungen gesammelt werden, ein Vorteil bei späteren Bewerbungen bei einer einzelnen Firma. 

Außerdem ist bei einer guten Arbeitsleistung die Chance einer Übernahme durchaus realistisch. Viele Firmen zögern erst, eine neue Stelle auszuschreiben und analysieren erst die Leistung verschiedener Zeitarbeiter. Wenn eine Person gute Leistungen erbringt, versucht das Unternehmen oft, diese Person nach Ablauf der Zeitarbeits-Frist dauerhaft an sich zu binden.  Es bietet außerdem die Möglichkeit die sozialen Umfelder von mehreren Unternehmen kennenzulernen. Gerade im Bereich Projektmanagement, Außendienst und Co sind Teambeziehungen extrem wichtig, dafür braucht es Kollegen, mit denen man gut zurechtkommt und effektiv arbeiten kann. Stößt in einer Firma die Belegschaft nicht auf Sympathie, kann man sie ohne Kündigung - die im Lebenslauf immer erklärungsbedürftig ist - nach Ablauf der im Leihvertrag vereinbarten Frist verlassen. 

Last but not least, können wertvolle Kontakte geknüpft werden: Gerade beim Wechsel zwischen mehreren großen Unternehmen arbeitet man oft mehrere Monate mit verschiedenen Abteilungen zusammen. Die daraus resultierenden Kontakte können bei einer späteren Bewerbung bei genau dieser Firma Gold wert sein.

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